disziplin n°1: kochlöffel schwingen

ärmel hochkrempeln| ofen anwerfen| vom herzen her kochen| mit der seele würzen

ROASTBEEF

1 tolles wahnsinnsstück rinderrücken auf zimmertemperatur bringen (rechtzeitig aus der kühlung holen) und die fettschicht vorsichtig rautenförmig einschneiden. ofen auf 180°C vorheizen

das edle stück in der pfanne bedächtig und liebevoll aber zügig von allen seiten anbraten, am besten in butterschmalz oder rapsöl. und zwar mit schmackes. aber nicht ohne dabei sanfte stoßgebete zum himmel zu schicken.

aus der pfanne nehmen und sachte ruhen lassen. schwarzen pfeffer grob mörsern und das fleisch darin wenden. eine saftschale in den ofen reinstellen und das beef auf der zweiten etage von unten auf den roast und auf die reise schicken. pro kilo rechne ich mit runden 23 minuten, bei mehr als 2 kilo eher nach unten abrunden. es gibt auch leute, die sagen pro cm dicke 8 minuten… es ist eine glaubensfrage. jedenfalls kommt man um das fühlen nicht drumrum…

nach dieser zeit die hitze auf 80°C reduzieren und das fleisch nochmal eine halbe stunde liebevoll vergessen, danach ofen ausmachen und mit seinem wertvollen inhalt drin abkühlen lassen.

man kann das fleisch dann relativ bald (noch lauwarm) essen, dann müssen allerdings viele esser da sein, wenn es einmal (frisch) angeschnitten ist, wird es schneller den saft verlieren leider.. am besten ist, man lässt es, gut in alufolie verpackt, auf dem küschentisch über nacht auskühlen und genießt es als kalten aufschnitt mit frischem fleur de sel drauf und mit feinen soßen und mit plumpudding. dann ist es eigentlich auch angeschnitten im kühlschrank ein paar tage haltbar, ohne seine saftigkeit einzubüßen.

dazu gibt es

ORANGEN-VANILLE-MAYONNAISE

ich rühre eine mayonnaise aus 3 eigelben, die gesalzen und gepfeffert wurden, mit einer schönen runde rapsöl. besser gehts, wenn die eier zimmertemperatur haben und das öl vorsichtig und nach und nach dazukommt. dann raspele ich von einer bioorange schale dazu und etwas ausgekratztes vanillemark. wiederum mit salz und ordentlich grobem schwarzem pfeffer vosichtig gegensteuern und evtl. die masse mit etwas saft von der orange geschmeidiger machen. man kann das auch mit joghurt auffrischen, wenn man möchte oder das ganze mit fein geklopftem safran toppen.

für einfache seelchen gibt es ROSA-SCHARFE-CRÈME dazu:

ich rühre sie aus 3 vorgekochten rote beete, die ich mit dem saft einer zitrone hauchfein püriere und mit viel scharfem bayrischem meerrettich und nicht ganz so viel crème fraîche und salz und pfeffer und zucker abschmecke.

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4 Antworten zu disziplin n°1: kochlöffel schwingen

  1. Theodor Tharwold schreibt:

    ganz famos. wann kommt das kochbuch, liebe mimi?

  2. mono schreibt:

    kochgeheimnisse!!! wie geil ist das denn!? :*

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