disziplin n°16: old spice is the new suppenhuhn

ich liebe hühnersuppe. sie dauert lange. man kann sie ganz normal machen und sie ist super. man kann diese klassikerin aber auch mal bisschen anders machen und zwar als

SCHARFES SUPPENHUHN MIT MINZE UND APRIKOSE

ich bestelle beim fleischer 1 kilo hühnerklein vor (das bekommt man aufm land eh easy, aber in der stadt lohnt sich vorher fragen!) und nehme gleich auch eine wunderbare poularde mit, weil ich faul bin am besten schon küchenfertig (ohne hals und so).

in meiner küche gehts dem teil an den kragen, keulen und filets bleiben am stück und erstmal verschont, der rest und das hühnerklein werden rabiat gehackt und mit guten 3 litern salzwasser (kalt) aufgesetzt und langsam zum kochen gebracht. man braucht ne schaumkelle, is klar. insgesamt sollte das viehzeuch so 2 stunden bei sanfter hitze gemütlich vor sich hin sieden. immer wieder schaum und fett abschöpfen, damit es später nicht nach katzenfutter schmeckt.

ich röste 2 halbierte zwiebeln mit schale und grob gehacktem suppengrün sowie einem bisschen knoblauch in gutem öl an und gebe das nach einer kleinen weile mit einem lorbeerblatt und 4 schwarzen pfefferkörnern zur im entstehen befindlichen hühnerbrühe dazu.

nach guten 2 stunden kann ich alles vorsichtig durch ein feines sieb abgießen und um die hälfte reduzieren lassen.

derweil schneide ich zwei fenchelknollen und einen bund staudensellerie in streifchen. frische aprikosen (so n halbes pfund ungefähr) würfele ich, getrocknete (wenn kein hochsommer ist) schneide ich nur grob in stücke.

die hühnchenbeinchen sowie die brustfilets salze ich sanft und brate sie scharf in einem guten und tiefen bräter und in öl, bis sie eine güldene farbe bekommen. sobald dies geschieht, kommen sie raus aus dem topf. hinein kommt dagegen n orndlicher kleks butter und ne schöne prise zucker, um das gemüse und die aprikosen darin sachte zu karamellisieren.

das ganze wird beizeiten mit dem fertigen fond aufgefüllt, die gebratenen fleischstücken kommen dazu.

für die schärfe nehme ich in diesem falle keine chili, sondern ne gute menge grüne pfefferschoten (die sind der kracher zu huhn, mal so ganz generell!) und außerdem noch – um fenchel und sellerie geschmacklich wieder einzufangen – ein oder zwei sternanis. alles zusammen lasse ich sanft so um die 20 minuten durchziehen. die brustfilets kann man dann nach der garzeit noch in scheiben schnippseln und zusammen mit frisch gehackter minze und zitronenschalenzesten wieder reinlegen und nochmal 5 minuten geschmack nehmen lassen.

jeah.

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2 Antworten zu disziplin n°16: old spice is the new suppenhuhn

  1. Hey – coole Rezeptschreibe hast du da entwickelt. Fühlte mich beim Lesen etwas an meine Rezepte erinnert. Die Tipps für die Hühnerbrühe sind prima und gerade das Fenchelzeuchs werde ich wohl mal probieren. Obwohl ich Fenchel gar nicht so mag.

    Viele Grüße vom Bodensee

    • mimismampfbude schreibt:

      oh! danke für die komplimente 🙂
      und ich hoffe, dass ich dir eine tür öffnen konnte, was den fenchel (eines meiner ab.so.lu.ten lieblingsgemüse!!) angeht!
      und ja: tolle seite – kann ich nur zurück geben! zwar ein ganz anderes kaliber als meine (doch recht jungfräuliche und simple) seite, aber um so spannender, sich durchzuklixen! weiterhin viel erfolg und grüße aus berlin von mimi

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