disziplin n°18: la cocina con añoranza

wisst ihr… gerade wenn ich mich – insbesondere wenn ich mich dank fabelhafter schicksalsverstrickungen – an solchen orten wieder finde, wo die frischen gemüse und obstsorten einem direkt von baum und feld so in den mund taumeln und die fische noch zappeln, wenn sie gewogen werden und wo man auf dem markt die flügeltierchen lebendig aussucht, immer dann (aber auch in anderen momenten manchmal), da stelle ich fest, dass es eigentlich nicht viel braucht zum glück. man muss sich kein bein ausreißen, damit es köstlich wird. das kommt meinem naturell entgegen. es entspannt mich. und meine gäste.

ich will kein schnick und kein schnack in meiner küche. vielleicht mal zu weihnachten oder wenn tante anna zu besuch kommt oder wenn ich einen großartigen menschen beeindrucken muss (obwohl….). aber an sich: nein.

LAUWARMER TINTENFISCHSALAT

ich suche mir am liebsten diese recht großen kalmare aus, die so eine leichte hellviolette marmorierung haben, die sehen so unglaublich hübsch aus. aber weiße oder gepunktete (oder auch kleine) gehen selbstredend auch.

bevor ich mich diesen sagenhaften tierchen widme, bereite ich die „salatsoße“, die eigentlich eher eine marinade ist, vor, denn die kann gerne gut durchziehen, jeah. dafür hacke ich heftig glatte petersilie und koriander klein, etwas knoblauch und eine kleine rote chilischote. ich reibe zitronenschale dazu und gebe ein paar löffelchen zitronensaft auf die kräuter. dazu kommt nur noch meersalz und grober schwarzer pfeffer, den ich immer frisch mörsere. und viel tolles olivenöl.

jetzt aber die tierchen! man muss als erstes den schulp aus den kalmaren nehmen, das geht wirklich ganz einfach. einmal mit dem messer rein und rundum an der innenwand entlangfahren, dann kann man diese fast durchsichtigen chinin-stiele einfach rausziehen und es kommt noch so bisschen anderes klimbim (und wenn ihr sie nicht im supermrakt gekauft habt, auch noch die tintenblase) mit raus…. dann nochmal gut unter kaltem laufenden wasser abspülen. ich blanchiere die kalmare am stück für eineinhalb minuten in reichlich salzigem wasser. die regel ist einfach: je länger, desto gummi. danach können sie kurz in einem sieb abtropfen, bevor ich sie in orndliche ringe, die ruhig so drei vier zentimeter dick sein können, schneide.

ab in die marinade, mit den händen durcheinandermischen und nicht warten mit dem aufessen.

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